„Festival für Freunde“ – MAZ vom 03.08.17

Lokale Künstler sollen mehr Besucher anlocken

Wenn eine Scheune und ein Schweinestall zu Ausstellungsräumen für Kunst umfunktioniert werden, dann ist es wieder Zeit für das „Festival für Freunde“. Ab Donnerstagabend wird der Hof Dahnsdorf zur Bühne von Musik, Theater und Ausstellungen. Eröffnet wird das dreitägige Kunstfestival bei seiner fünften Auflage vom „Fläming Ensemble“.

 

Dahnsdorf. Wenn eine Scheune und ein Schweinestall zu Ausstellungsräumen für Kunst umfunktioniert werden, dann ist es wieder Zeit für das „Festival für Freunde“. Ab Donnerstagabend wird der Hof Dahnsdorf zur Bühne von Musik, Theater und Ausstellungen. Eröffnet wird das dreitägige Kunstfestival bei seiner fünften Auflage vom „Fläming Ensemble“.

Bereits seit Montag werkeln die Mitglieder des Vereins „Festival Für Freunde“ auf dem ehemaligen Rittergut in der Dahnsdorfer Hauptstraße. „Im vergangenen Jahr haben wir eine Woche vorher angefangen“, sagt der Vereinsvorsitzende Marie Golüke. „Das hat sich diesmal leider nicht so gut umsetzen lassen.“ Die größeren Spielorte, die mit viel Technik ausgestattet sind, wurden zuerst aufgebaut. Kleinere wie der Apfelbaum, unter dem eine Lesung stattfinden soll, sind dagegen schnell hergerichtet. Neu in diesem Jahr: Es werden Podeste als Bühnen aufgebaut.

Konzept vom vergangenen Jahr erweitert

Sein Konzept hatte der Verein bereits im vergangenen Jahr überarbeitet. Mehr regionale Künstler sollten dafür sorgen, dass mehr Besucher aus dem Hohen Fläming nach Dahnsdorf kommen. Der Ansatz ist in diesem Jahr noch erweitert worden. „Von insgesamt 26 Künstlern sind neun hier aus der Region“, sagt Marie Golüke. Die 28-Jährige wird am Donnerstag ihre Performance „Shame“ auf die Bühne bringen.

„Auch beim Catering sind wir in diesem Jahr etwas professioneller, weil wir es ausgelagert haben“, erzählt Julian Herrfurth, zweiter Vorsitzender des Vereins. „Die Verpflegung kommt aus Potsdam, was den Vorteil hat, dass wir zum ersten Mal durchgängig Essen anbieten können.“ Bei den vergangenen Festivals haben die Vereinsmitglieder selbst gekocht.

Intensiviert haben Marie Golüke und ihre Mitstreiter in diesem Jahr auch die regionale Plakatwerbung – zumindest theoretisch. Denn die Aktion ist im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser gefallen. „Wir haben das falsche Papier benutzt“, sagt Marie Golüke. „Der Regen hat die Farbe abgewaschen – jetzt hängen also überall nur noch die Pappen. Ein klassischer Anfängerfehler.“ Die Werbung im Programmheft zum „Kunstsommer“ hat dafür funktioniert und auch über den Fläming-Verteiler ist das Festival bekannt gemacht worden.

Um neue Mitglieder zu gewinnen, hat der Verein an einem Wettbewerb der Kulturstiftung des Bundes teilgenommen. Für jedes neue Mitglied, das bis Juni dazugewonnen werden konnte, unterstützt die Stiftung den Verein mit 50 Euro. „Das ist super gelaufen“, sagt Marie Golüke. „Wir sind von 16 auf 68 Mitglieder gewachsen.“ Es wäre schön, wenn sich das noch weiter ausbaut, sagt die ehemalige Dahnsdorferin. „Denn der Verein ist mittlerweile auch einfach eine wichtige emotionale Unterstützung geworden.“

Julian Herrfurth freut sich in diesem Jahr besonders auf eine „Raum in Raum“-Installation, auch die Gestaltung der Scheune sei ein Höhepunkt, sagt der 34-Jährige. Anders als im vergangenen Jahr finden diesmal zudem am Sonntag noch Programmpunkte statt. „Es wäre einfach schön, wenn die Leute wegen der Atmosphäre kommen und sich überraschen lassen“, sagt Marie Golüke.

Die Vereinsvorsitzende hat bis zu ihrem 20. Lebensjahr in Dahnsdorf gewohnt. „Ich habe das Gefühl, dass Kunst- und Kulturveranstaltungen hierzulande in den vergangenen Jahren mehr geworden sind. Das hätte ich mir schon gewünscht, als ich noch hier gelebt habe.“ Außerdem gebe es eine Bewegung raus aus Berlin, die entsprechendes Publikum aufs Land bringe. „Das nimmt die Leute mit – jeder kann probieren, ob ihm das hier gefällt.“

Viele neue Künstler

Finanziell gefördert wird die Veranstaltung vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Zusammenarbeit mit dem Verein „Kulturfeste des Landes Brandenburg“ sowie von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, dem Landkreis Potsdam-Mittelmark und privaten Spendern.

Über die Crowdfunding-Plattform „Startnext“ hat der Verein 2000 Euro Spenden gesammelt.

Als Künstler neu dabei sind in diesem Jahr die Band „Sticky Toffe Pudding“ sowie die Malerin Eva Galonska aus Bad Belzig. Außerdem die Künstlerin Anne Kollien aus Brück und auch die Kräuterfrauen aus Dahnsdorf.

Für internationales Flair in Dahnsdorf sorgen Künstler aus Frankreich und Österreich.

Das „Festival für Freunde“ beginnt am heutigen Donnerstag um 18 Uhr auf dem Hof Dahnsdorf, Hauptstraße 33-34. Der Eintritt ist frei.

Das komplette Programm unter: http://www.festivalfuerfreunde.de.

 

Von Josephine Mühln

 

Quelle des Artikels sowie des Bildes: MAZ vom 03.08.2017, Josephine Mühln

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